Heute war der Großreisetag unter Nutzung aller Verkehrsmittel. Nach dem Frühstück hieß es somit Fahrrad und Gepäck ins Auto verfrachten, raus zur Messe das sperrige Equipment unseres Messestandes abholen – dabei verbotener Weise am Taxistand direkt vorm Eingang kurz halten und darauf hoffen, dass die Vereinskameradinnen das Zeugs schnell herbei bringen – hat hervorragend geklappt und ab auf die Autobahn gen Leipzig.

Es flutschte gut durch und so war ich ohne Stau schon kurz vor Zwei zu Hause. Da gab es erstmal lecker Fisch und es blieb genug Zeit die Sachen für die Radtour zu sortieren und den Messekrams ins Büro zu schaffen.

Kurz vor Fünf war die Ente samt Fahrrad startklar und wir bahnten uns einen Weg durch all die Böse Onkelz Fans, die zum Konzert ins Stadion strömten zum Bahnhof. Der Zug fuhr mit kleiner Verspätung ein, die Tür direkt neben dem reservierten Fahrradplatz war auch noch defekt – aber schlußendlich saß ich dann gemütlich auf meinem Platz….zumindest bis zur Durchsage „Verspätung auf unbestimmte Zeit – wir wissen nicht wo der Lokführer ist…da spielt das Gehirn dann allerlei Lösungsmöglichkeiten durch – von Umstieg aufs Auto bis hin zu Zugfahrt am nächsten frühen Morgen…aber ich war noch gar nicht fertig mit den Überlegungen da setzte sich der Zug wie von Geisterhand ohne weitere Durchsage in Bewegung – wer auch immer da am Steuer saß…

Mit wenigen Minuten Verspätung kamen wir dann in Dresden an und ich konnte dann beim üblichen Stau am Aufzug hinunter zur Unterführung anderen Radfahrern den Vortritt lassen, deren Anschlusszug knapper war.

Der Aufzug nach oben zu meinem Bahnsteig war natürlich kaputt – aber schon beim Abschnallen der Taschen eilte mir ein netter junger Mann zu Hilfe und trug mein Fahrrad nach oben.

Der Regionalzug nach Zittau war pünktlich aber übervoll – mit etwas Geduld und Hin- und Herschieben waren aber dann alle Fahrräder und Kinderwagen samt deren Personal verstaut und mit Humor entwickelten sich nette Gespräche in der Enge der Situation.

In Zittau haben wir das Knäuel dann wieder entwirrt und der Weg zum Hotel war gar nicht weit. Hier hat der nette Herr an der Rezeption extra seinen Feierabend nach hinten verschoben um mich noch zu empfangen, da ich meine Ankunft für kurz nach 21 Uhr telefonisch angekündigt hatt. Somit liege ich jetzt geschafft aber zufrieden im weichen Hotelbett und freue mich auf den Termin im Zittauer Brustzenrummorgen früh um 8:30 Uhr bei Frau Dr. Hollenbach, die dann nach ihrem 24h-Dienstt in der Cafeteria auf mich wartet.