Endlich auf die Strecke gehen – darauf habe ich mich echt gefreut. Um pünktlich in die Klink in Zittau zu kommen habe ich das Programm der Servicemitarbeiterin im Hotel ordentlich durchgewirbelt. Zuerst auschecken und dann Fahrrad aus dem Schuppen holen und gleich Punkt 8 Uhr frühstücken – sie hat das Alles super nett gemanagt und mir sogar vor allen Anderen eine Tasse Kaffee an den Tisch gebracht.
Der Weg zur Klinik war gar nicht weit und so war ich pünktlich um 8:30 Uhr an der Cafeteria, wo ich mich mit Frau Oberärztin Hollenbach treffen wollte. Sie ist extra dafür nach ihrem 24h-Dienst noch in der Klinik geblieben. Unser Verein AMSOB eV war hier vor meinem Besuch noch nicht bekannt und so kamen wir schnell ins Gespräch unsere Selbsthilfe-Angebote und die Mutmachpost in meiner Tasche. Als kleineres Krankenhaus wird hier bei einer Mastektomie meist zweistufig operiert – erst das medizinisch Notwendige und dann der Aufbau – sofern von der Frau gewünscht – dann auch meist in Kooperation mit anderen Brustzentren. Ich konnte auch gleich ein zweites Mutmachpäckchen mit übergeben, denn die Klinik Ebersbach gehört auch zu diesem Brustzentrum und da dort nur ambulante Behandlungen stattfinden, hätte ich zum Sonntag da eh niemanden treffen können.
Dann kamen für das Foto noch weitere Teammitglieder dazu und ich wurde reichlich beschenkt mit extra Stickern und einem riesigem Lunchpaket inklusive Hand-Made-Gewächshaus-Gurke für mich und vielen Keksen für mein liebes Krümelmonster – da musste ich sogar eine extra Tasche auf den Gebäckträger schnallen.
Vollkommen beglückt über so viel Wertschätzung machte ich mich dann auf dem Weg zum Bahnhof. Da der Radweg nach Ebersbach Neugersdorf gemäß App viele Höhenmeter nach oben ausgewiesen hat, wollte ich mir die Mühe ersparen mit der Begründung oder vielleicht auch Ausrede – die Spreequellen sind eh in Neugersdorf – und bis dorthin mit dem Zug fahren. Das hat auch gut geklappt und so konnte ich 30 min später dort aussteigen und die „richtige“ Spreetour beginnen. Da ging es gleich mal mit einer Baustelle los – macht aber ja nix – Sonntag baut da niemand – also einfach durch. Dann stand ich an der ersten Spreequelle am Freibad und wenig später an der ältesten bekannten Spreequelle – dem Spreeborn mit Pavillon- die dritte Spreequelle ist auf dem Berg – nicht günstig für Fahrradfahrer und schon gar nicht für die mit viel Gepäck – habe ich mir also geklemmt – die anderen beiden sind ja auch schön.
Anschließend war das Ziel klar – Bautzen – Entfernung 46 km. Mit vielen schönen Ausblicken am Wegesrand, von Tieren, über Gebäude – insbesondere, die für die Gegend typischen Umgebindehäuser, Blumen und die weite Landschaft ging es im ständigen Auf und Ab – mit deutlich höheren Anteilen an Ab immer dem Ziel entgegen.
Vielerlei Brücken gibt es auf der Strecke natürlich auch aus allen Materialien, Deman dafür so verwenden kann.
Dann war der Plan schön an einer Bank am Stausee Schland das Mittagessen aus dem Lunchpaket zu genießen, aber kaum hatte ich alles aufgebaut, da begann der nächste heftige Regenschauer – also umziehen in den Unterstand am Bootsverleih und dort mangels Bank eben auf dem Fußboden gemütlich essen. Da ich offensichtlich ordentlich aufgegessen hatte, schien dann bei der Abfahrt auch gleich wieder die Sonne.
Der weitere Weg war ebenfalls geprägt von schönen Ortsdurchquerungen, netten Kirschalleen und hübschen Unterstellmöglichkeiten bei den doch recht zahlreichen Regenschauern.
Höhere Wesen, die man im Leben Unrat fragen kann, säumten ebenfalls den Weg – jeder kann sich da das Passende für sich aussuchen – und dann tauchte auch schon die Silhouette von Bautzen am Horizint auf.
Bei der Einfahrt in den Ort war noch eine kleine Schiebeeinheit bergauf fällig und dann war das Hotel auch schon gefunden und ich genieße den freien Nachmittag und Abend bis es morgen früh in der Klinik hier in Bautzen mit der Tour weiter geht.






































