Als ich heute früh aufwachte, war ich von Mücken förmlich zerstochen – naja Spreewald eben.
Die Sachen waren schnell gepackt – bei dem Wetter braucht es ja nicht viel – der Rest kommt in die Taschen.
Der nette Vermieter hatte ganz allein für mich den Frühstückstisch reich gedeckt und so konnte ich satt und zufrieden in den Sattel steigen. Den Weg hatte ich extra etwas umgeplant, um nicht wieder durch das hohe Gras zu müssen – hat nur so semi funktioniert – ein kurzes Stück Sandweg war trotzdem dabei. Gleich danach kam aber bester Asphalt.
Entlang der Landstraße, an Feldern vorbei war bald die Spree wieder erreicht. Kurz Beelitz gestreift dann weiter entlang der Landstraßen war in Herzberg eine wirklich schöne Kirche zu erblicken – in ihrem Schatten habe ich gleich Mittagspause gemacht.
Wenig später war ich schon am Scharmützelsee angekommen – nun brauchte ich nur noch an dessen Ufer nach Bad Saarow fahren. Das lief wie am Schnürchen und so war ich schon weit vor 13 Uhr am Klinikum angekommen. Hier wollte ich mich mit unserem Vereinsmitglied Jessi treffen – noch ehe ich sie anrufen konnte, stand sie schon hinter mir und so konnten wir uns noch über die Ereignisse der letzten Monate im Verein und in unserem Leben unterhalten bevor wir uns auf die Suche nach dem Brustzentrum im Klinikum gemacht haben. Dort wurden wir empfangen von Frau Dr. Sawatzki und den Breast Care Nurses Frau Paul und Frau Mehling. Im Zimmer entwickelte sich ein interessantes Gespräch über unser Thema des flachen Lebens nach Mastektomie, dem man hier absolut offen gegenüber steht und sogar den Weg der Anpassung der gesunden Seite mit Patientinnen bei den Krankenkassen „durchkämpft“. Dafür gibts natürlich nicht nur den Titel „Mutmachstation“, sondern von Jessi extra noch eine gehäkelte Nixe und ein Bezug für ein Doppelmastektomiekissen – von uns FlatWave getauft. Alle Unterlagen und Geschenke für die betroffenen Frauen, die hier behandelt werden, wurden dankbar entgegen genommen und nach dem obligatorischen Foto zogen wir wieder weiter – Jessi per Zug nach Hause und ich per Rad gen Erkner.
Auf dem weiteren Weg wurde die Spree immer wieder überquert und an deren Ufer entlang geradelt bis in Grünheide heute mal die 60km Pause statt der 50km Pause mit einer züftigen Currywurst anstand.
Wenig später kam ich an einer Turnhalle vorbei über deren Dämmsystem ich auch mal ein Gutachten schreiben durfte – waren zu wenig Dübel drin – konnte ich aber „hinrechnen“ – runtergefallen ist das System tatsächlich bisher nicht – der Zustand ist trotzdem erbärmlich mit den vorhandenen und vielfach überstrichenen Graffiti.

Nach Erkner rein war ich dann mit dem Fahrrad wesentlich schneller als die im Stau stehenden Autos neben mir und so war das Hotel auch schnell erreicht – inzwischen habe ich auch schon zu Abend gegessen und so bleibt genug Zeit zur Erhohlung bevor es morgen auf die Schlussetappe zur YesCon geht – ich brauche den Weg auch nicht alleine radeln – Jessi fährt mit – ich freu mich drauf!

































