Auf zur letzten Etappe- diesmal mit umgekehrter Reihenfolge des morgendlichen Ablaufs – Erst packen und danach frühstücken. Ich war ja in einer Ferienwohnung und hatte mich nicht um Verpflegung bemüht weil ich beim Bäcker frühstücken wollte. Den hatte ich direkt neben dem Eingang der Uniklinik auch per Maps schon lokalisiert. Die lange Schlange davor wurde jedoch auf dem IPad nicht angezeigt, so viel Zeitreserve hatte ich daher nicht eingeplant – na gut denn gibt es eben Gemüseriegel und Getränk aus der eigenen Verpflegungstasche – gesund ist es allemal.
Dann war es Zeit in das Brustzentrum der Uniklinik zum vereinbarten Termin mit Prof. Dr. Hoffmann rein zu gehen. Ich war gerade vor dem Sekretariat angekommen als hinter mir schon jemand sagte – das ist bestimmt die Frau, die ich hier treffen möchte. Die Stimme kam von Frau Döhnert-Plückthun von der Förderinitiative Krebskranke in der Uni Frauenklinik. Während sich im Sekretariat noch darum gekümmert wurde wo Prof. Hoffmann ist, überreichte sie mir bereits ein Paar gestrickte Socken von der Förderinitiative und wir kamen sofort ins Gespräch. Frau Kresse vom Studien-Sekretariat des Brustzentrums musste uns dann leider mitteilen, dass Prof. Hoffmann noch mehrere Stunden im OP steht – na gut, dann wuppen wir drei Frauen den Termin eben unter uns. Ich konnte den verein vorstellen, die Mutmachpost übergeben und Zeit für ein Foto fand sich auch noch.


Danach lud mich Frau Döhnert noch zum Frühstück in der Cafeteria der Klinik ein und…was soll ich sagen…hier konnte ich das erste Mal auf dieser Reise mein Lieblingsfrühstück – Porridge mit Obst genießen – wofür so eine Schlange beim Bäcker doch so alles gut ist. Während des Frühstücks führten wir schnell ein tiefer gehendes Gespräch über unsere ehrenamtliche Arbeit aber auch über ganz persönliche Dinge – es bleibt ein Geschenk aus diesen Reisen immer wieder Menschen zu treffen, die ähnlich im Denken und Handeln unterwegs sind, sich mit ihnen zu verbinden und das ab jetzt auch hoffentlich zu bleiben.

Auf der Fahrt entlang der bereits vom gestrigen Tag bekannten ehemaligen Bahntrasse konnte ich nun in den Urlaubs-Genießer-Modus umschalten. Entlang des Baldeneysee war zahlreiches Getier zu beobacht, was in einigen Fotostopps auch dokumentiert werden wollte.
Auch am gegenüberliegenden Ufer ließen sich viele Dinge entdecken und so hatte ich Essen Kettwig ohne, dass es langweilig wurde, erreicht und machte unter Palmen meine Pause. Der weitere Weg war von Apfelduft erfüllt – der Grund waren zahlreiche Obstplantagen am Wegesrand.
Mühlheim an der Ruhr stand als nächstes auf dem Navi, dort tauchte dann am Wegweiser auch zum ersten Mal der Hinweis nach Duisburg auf. Quer durch den Stadtpark, vorbei am Aquaris-Wasserturm landet man dann direkt auf dem Radweg neben der Autobahn – das ist doch mal echtes Ruhrgebiets-Feeling.
Gleich bog der Weg aber wieder nach links ab und dahinter gab es Ruhe und Vorstadtidylle. Und dann hieß es auch schon…Willkommen in Duisburg…am Innenhafen begann dann die City wirklich.
Aber ich wollte ja noch mal hinaus aus dem Trubel – direkt zur Mündung der Ruhr in den Rhein. Das Hinweisschild besagte auch nur ein kurzes Wegstück dahin….und dann sah ich sie schon – die Stehle am Rheinorange – dem Ende des Ruhrtalradweges. Glücklich und ehrlich ein Stück gerührt, darüber, dass ich auch diesen Flußradweg geschafft habe, kam ich dort an und konnte die Tour offiziell abschließen.
Aber da war ja noch was – das Steinchen in meiner Radtasche von der Ruhrquelle – ich übergab es der Ruhrmündung und nun. Kann es sich selbst überlegen, ob es einfach in der Ruhr bleibt oder sich entlang des Vater Rhein auf ein großes Abenteuer einlässt und bis ins Meer reist. Die Abwägung zwischen Sicherheit und Abenteuer dürfen ja auch wir jeden einzelnen Tag treffen.


Die Rückfahrt in die City und damit ins Hotel war schnell erledigt – und ich war es dann auch – die Beine brauchen ne Pause. Am Abend stand noch ein leckeres Abendessen mit ziemlich besten Freunden auf dem Programm und so konnte ich im Kreise einer fünfköpfigen Gesellschaft lockere Gespräche und vegetarische Speisen genießen – zur Feier des Tages durfte diesmal das Dessert nicht fehlen.



































