Wenn der Tag mit einem Frühstück im 9. Stock mit einem phantastischen Ausblick beginnt, ist er zu höherem berufen als ein ganz normaler Tag.

Also dann mal los – hinunter zur Ruhr und immer nebenher das Radlerleben genießen, vorbei am Kemnader See ne reichliche Stunde Richtung Bochum.

Dann rein ins Großstadtgetümmel durch Häuserschluchten und laute Straßen zum Augusta Klinikum. Ich war schon zeitig da und konnte in Ruhe auf Sandra warten, die mich ab hier wieder begleiten wollte.

Im Brustzentrum mussten wir ebenfalls etwas warten, aber dann hatte die Brustzentrumsleiterin Frau Dr. Adeline-Losch Zeit für ein Gespräch.

Wir konnten sowohl AMSOB vorstellen als auch die Angebote der FSH Selbsthilfe vor Ort. Die Mutmachpost wurde dankend in Empfang genommen und saßen wir wieder auf unseren Rädern.

Jetzt durch die Innenstadt wieder hinaus aus dem Gewühle erst hinauf und dann hinunter zur Ruhr. Was für ein Gegensatz – diese Idylle dort. Es fanden sich viele hübsche Motive zum Fotografieren und auch ein nettes Pausenplätzchen – dieses mussten wir allerdings etwas suchen – viele Bänke waren schon besetzt – offensichtlich suchen und offensichtlich gefällt es noch mehr Menschen hier so gut wie uns.

Nun aber rasch – der Termin in der Klinik Essen Mitte steht an. Ein bisschen konnten wir die Natur am Fluß noch genießen, dann aber wartete der Anstieg ins Stadtzentrum auf uns uns wir waren gerade so pünktlich vor Ort.

Hier warrten schon Ilka von den Pink Dragons Essen (das ist die Drachenboot-Gruppe hier) und Jutta von der FSH Essen auf uns. Gemeinsam wurden wir empfangen von der BCN Frau Faber und Frau Böttner, die bei einem angeregten Gespräch begeistert unsere Infomaterialien in Empfang nahmen, wenngleich hier AMSOB bereits bekannt ist. Für das Foto gesellte sich noch die Assistenzärztin Frau Bellingrath zu uns, die aber schnell wieder zu ihren Patientinnen musste.

Danach musste ich mich von Jutta und Sandra verabschieden – aber wir haben schon Pläne für den künftigen Austausch und die mögliche Zusammenarbeit zwischen unseren Vereinen geschmiedet – es ist kein Abschied für immer. Von Ilka brauchte ich mich nicht wirklich verabschieden, denn ich hatte mich wahnwitziger Weise zum abendlichen Drachenboot-Paddel-Training angemeldet.

Nur noch schnell  ins Quartier – heute mal eine Ferienwohnung und dann gleich wieder los zum Training die 10 km hinab zur Kampmannbrücke ganz in der Nähe vom Baldeneysee. Die Mannschaft hier ist echt groß – es wurden zwei Boote besetzt – ich im großen Boot ganz hinten. Liebevoll wurde ich in die Technik eingewiesen und dann ging es nach einer kurzen Erwärmung auch schon los.

Das Sitzen ganz hinten hatte mehrere Vorteile – der hinter mir stehende Steuermann konnte mir immer mal wieder Tipps geben, wie es richtig geht und die Mädels vor mir haben nicht gesehen wie oft ich das Paddel mangels Durchhhaltevermögen rein genommen habe – es hat aber echt richtig Spaß gemacht, wenn ich auch sicher höchsten die Hälfte der Zeit mit gepaddelt habe.

Es war richtig schön, hier für eine Abend dazu zu gehören, das ist ne dufte Truppe, und nach einem Belohnungsbier bin ich den Weg zum Quartier durch die Dunkelheit wieder hinauf gestrampelt und zufrieden und glücklich ins Bett gefallen. Der Tag hat in jedem Fall gehalten, was er am Anfang versprach.