Etappe 7 am Rhein Mannheim Gernsheim

Das Frühstück ließ auch in diesem Hotel keine Wünsche offen und so standen wir um Neun gut gestärkt und abfahrbereit vorm Hotel. Einmal quer durch die Stadt hinunter zum Rhein und hinüber nach Ludwigshafen – das war gar nicht weit und so waren wir schon kurz vor Zehn vor der Ludwigshafener Klinik. Frau Kopp von der Frauenselbsthilfe Krebs traf auch gerade ein und kurz darauf kam auch die Leiterin des Brustzenrums Frau Dr. Dauscher-Zohlnhöfer die Treppe des Haupteingangs hinunter und empfing uns herzlich.

In der Bibliothek führten wir bei einem Kaffee ein äußerst offenes Gespräch über die Behandlungsmöglichkeiten, individuellen Entscheidungswege und die Gründe die am Ende den Ausschlag geben. Da gestern erst an dem Brustzentrum der Patiententag stattgefunden hat, konnten wir anhand des Programmes auch gleich die interdisziplinäre Zusammenarbeit der unterschiedlichen Spezialisten aus Ärzten, Pflegepersonal und Psychologen eindrucksvoll erkennen. Besonders spannend war auch die Vorstellung der Frauenselbsthilfegruppe Krebs durch Frau Kopp, die ja auch extra für unseren Termin gekommen war – vielleicht ergibt sich ja zukünftig eine Zusammenarbeit unserer Gruppen – die ersten Kontakte sind ja nun geknüpft. Aus den geplanten 20 min wurde so auch schnell eine ganze Stunde – da wir heute aber keinen weiteren Termin hatten, war das ja absolut kein Problem.

Von der Klinik weg führte der Weg durch Oggersheim – ja genau das wo der Kanzler Kohl zu Huase war – und gleich danach am Großparthweier entlang – da musste gleich wieder gebadet werden. Danach wollten wir eigentlich unten am Rhein wieder die Seite wechseln, aber irgendwie hatten wir die Auffahrt auf die Brücke verpasst und so wurde schnell umgeplant und wie blieben bis Worms auf der linken Rheinseite.

Das war auch echt eine gute Idee, denn in Worms gibt es natürlich alte Gemäuer – z.B. der Nibelungen, aber eben auch leckere Döner. Jetzt haben wir aber die richtige Überfahrt auf die andere Uferseite gefunden.

Der hier meist sehr schön asphaltierte Weg führte vorbei an Hühnerfarmen und Zwiebelfeldern, unter Brücken hindurch und am stillgelegten Kernkraftwerk Biblis entlang. Mit einer kurzen Pause am Wegesrand haben wir Gernsheim schon kurz nach 16 Uhr erreicht und sind in unsere Zimmer in der Parkvilla eingezogen – den Bäcker um die Ecke haben wir natürlich auch gleich entdeckt.

Inzwischen war ich noch unten am Rhein mit Sarah – einer lieben Geschäftsfreunden, die ich bisher nur vom Telefon kannte, essen und den Sonnenuntergang genießen – schöner kann ein Tag ja nicht zu Ende gehen. Morgen fahren wir über Mainz nach Wiesbaden.