Etappe 6 am Rhein Speyer Mannheim
Heute stand ein kleiner Ausflug weg vom Rhein an den Neckar an – denn in Heidelberg befinden sich einige renommierte Brustkrebszentren, die wir gerne besuchen wollten.
Los ging es schon halb acht bei schönem Wetter von unserer Unterkunft Gasthaus zum Halbmond. Damit wir so früh nicht mit leerem Magen los mussten, hat die Wirtin extra eine Stunde früher als üblich das Buffet vorbereitet – wirklich super nett.
Wir haben die Rheinseite wieder gewechselt und sind fröhlich an der ersten Baustelle vorbei gefahren, da fing es an zu regnen. Erst nur ein bissel und dann immer doller, so dass die Regensachen ihre Funktionalität beweisen mussten. Wir traten ordentlich in die Pedale, denn wir wollten pünktlich 10 Uhr im neu gegründeten Brustzentrum von Prof. Heil und Prof. Golatta am Sankt Elisabeth Krankenhaus sein – daher gibt es von der Strecke ziemlich wenige Bilder.









Wir waren zwar ziemlich pitschnass aber pünktlich am Krankenhaus angekommen und wurden gleich von Prof. Golatta und seinen Mitarbeiterinnen Frau Meier und Frau Sebele mit einem frühstück und Kaffee empfangen. In dieser entspannten Atmosphäre wurden alle Themen rund um Brustkrebstherapien, den Umgang mit den Patientinnen und die Rahmenbedingungen der Finanzierung besprochen – natürlich kam auch unsere Mutmachpost nicht zu kurz. Das Brustzentrum wird es bei dem geplanten sehr persönlichen Umgang mit den Patientinnen gerne einsetzen. Wir hätten noch Stunden weiter reden können – die neuen Räume und modernen Diagnostikgeräte wollten wir aber ja auch noch gerne sehen. Nachdem wir das Alles etwas im Schnelldurchlauf noch geschafft hatten, saßen wir in unserer Regenkluft nach einer Stunde wieder auf dem Fahrrad, um rüber zur Uniklinik zu fahren.



Dort wurden wir bereits am Eingang von den BCN Jancy Vilangumthara und Jennifer Klausmann empfangen und in deren Besprechungszimmer geführt. Hier werden die Patientinnen direkt nach der Erstdiagnose betreut und durch die gesamte Therapie begleitet. Dabei gibt es wirklich das Rund-um-Kümmerpaket von der Koordination von Therapieterminen über Literatur und natürlich Gespräche über Alles was die Frauen bewegt – ab jetzt auch unter Nutzung unserer Mutmachpost.



Natürlich waren wir auch hier viel länger im Gespräch als eigentlich geplant. Die Besuche an beiden Brustzentren haben uns sehr beeindruckt nicht zuletzt auch deswegen, weil alle Beteiligten extra wegen uns zu den Kliniken gekommen waren, um uns ihre Arbeit zu zeigen – echte Mutmachstationen – der Abstecher nach Heidelberg hat sich jedenfalls voll gelohnt – da mag es regnen wie es will.
Durch den frühen Start hatten wir nun kurz nach 12 Uhr nur noch 25 km zurück an den Rhein nach Mannheim vor uns. Der Weg war ganz passabel- über die Dörfer zum Neckar, vorbei an Ladenburg, Ilvesheim nach Mannheim – am gefüllten Fußbalstadion vorbei zum Diakonissenkrankenhaus.









Hier war von vornherein klar, dass wir aufgrund des Wochenendes und der damit verbundenen dünnen Personaldecke nicht zu einem Gespräch empfangen werden konnten, sonder den Briefumschlag an der Pforte abgeben sollten – das haben wir dann auch ordentlich erledigt – dabei ergab sich aufgrund unserer gut erkennbaren Radshirts und dem kürzlich erschienen Zeitungsartikel im Mannheimer Morgen noch ein sehr nettes Gespräch mit einer Patientin, welche zwar jetzt wegen dem Knie behandelt wurde, aber auch seit einigen Jahren selbstbewusst ohne Brust lebt – also auch diese Station hat sich schon allein wegen dieser bereichernden Begegnung gelohnt.
Der Weg zum Hotel führte dann zum Rhein und von dort in die Innenstadt, die wir nach dem Einchecken im Hotel inzwischen auch noch etwas erkundet haben. Dabei konnten wir auch gleich den Coronatest für den morgigen Besuch im Brustzentrum Ludwigshafen absolvieren und typisch pfälzische Speisen genießen.










Offensichtlich war der Tag jedoch noch nicht anstrengend genug – wir haben nämlich noch kurz das Gym im Hotel besucht ;) – jetzt gehen wir aber schlafen – morgen gehts über Ludwigshafen nach Gernsheim.






