Etappe 12 am Rhein Bad Honnef Köln

Zeitig Aufstehen war heute angesagt, denn das Drehteam von Frau TV wollte 7:30 Uhr da sein und mit der Begleitung der Etappe bis nach Bonn beginnen. Und dann ging es auch schon los – winken vom Balkon (dabei bin ich gar nicht die Queen), Dreh im Zimmer beim Packen, Interview, Dreh beim Verlassen des Zimmers und Vorbereiten des Fahrrades – vieles wird da mehrmals gemacht und so war es Ruckzuck kurz vor Neun – schnell noch einen Kaffee und in das Brötchen beißen, welches der nette Wirt extra für mich gemacht hatte, und dann losfahren – natürlich wieder mit Dreh. Dann bekam ich ne GoPro an das Fahrrad geschnallt und durfte allein den Radweg nach Bonn fahren. Am Fuße des Venusberges in Bonn wollten wir uns wieder treffen. Bis dahin waren es ungefähr 15 km, die sich direkt erst am rechten Rheinufer bis zur Brücke und dann durch Bonn schnell wegradeln ließen. Dann stand ich am Fuß des Venusberges – vom Drehteam nichts zu sehen. Also anrufen – die waren schon oben, wegen der fortgeschrittenen Zeit – also durfte ich das Rad alleine durch den Wald hoch schieben – ich kam ganz schön ins schwitzen. Oben wurde es wieder flacher und so konnte ich beim Team des Brustzentrums elegant vorfahren. Gekommen waren Prof. Dr. Faridi (Direktor des BZ), die Assistenzärztin Dr. Lindner und die BCN Frau Dogan. die Unterhaltung war durch die Anwesenheit des Drehteams recht abwechslungsreich, denn es wurden auch Zwischenfragen gestellt und ständig die Kameraposition verändert. Definitiv ist hier das ganze Team um das Wohlergehen der von Brustkrebs betroffenen Frauen bemüht und entscheidet nach kompletter Aufklärung über alle Behandlungsmethoden gemeinsam mit den Patientinnen den individuell passenden Weg. Die Mutmachpost wollen sie als Poster im Brustzentrum aufhängen.

Auf der Bank haben wir dann noch ein weiteres Interview gedreht und dann sollte noch das Schieben auf den Berg hoch nachgedreht werden. Das haben wir dann auf der Straße gemacht – das war natürlich viel leichter als im Wald – also, wenn ihr das dann seht – glaubt nicht, dass es auf den Berg hoch so einfach war wie es da aussieht. Dann durfte ich durch den Wald hinab allein zum Johanniterkrankenhaus fahren und war auch nur wenig später da als das Drehteam. Insgesamt kamen wir aber durch den Schiebe-Nachdreh eine halbe Stunde zu spät – Der Leiter des Brustzentrums Prof. Dr. Göring und die stellvertretende Leiterin Frau Maraite hatten aber geduldig auf mich gewartet. Das Gespräch und die Übergabe der Mutmachpost – die auch hier wieder super gut ankam – erfolgte vor der Klinik – da war das Drehen einfacher zu händeln. Die Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen wird hier sehr begrüßt, um die Patientinnen durch die Therapie hindurch zu leiten und den Lebensmut zu stärken.

Anschließend sind wir das Parkrestaurant „Rheinaue“ gefahren, um endlich ordentlich zu essen und das Interview zu beenden. Dann mussten noch einige Fahraufnahmen am Rhein gemacht werden und ein paar Fotos – das war dann kurz nach 15 Uhr geschafft -ich hatte jetzt auch „nur noch“ knapp 40 km nach Köln vor mir.

Immer am linken Rheinufer entlang habe ich natürlich ordentlich in die Pedale getreten, den dunklen Regenwolken konnte ich auch lange ausweichen und kam gut voran – irgendwann mussten dann doch die Regenklamotten zum Einsatz kommen und in Begleitung von Regenschauern kam ich Köln immer näher und näher – bald war der Dom schon zu erkennen und dann stand ich doch echt auch davor – schön das geschafft zu haben. Im Hotel ist der Besitzer so nett, dass ich mein Fahrrad direkt im Gang vor dem Zimmer stehen lassen darf, denn morgen geht es noch früher los, denn ich werde ja zum Abschluss der Tour um 11 Uhr in der Uni Düsseldorf empfangen und bis dahin sind es knapp 45 km – also werde ich jetzt mal rasch schlafen gehen.