Etappe 11 am Rhein Koblenz Bad Honnef

Der Tag fing recht melancholisch an, der gestrige Abend wirkte noch nach – die Freude über die gestrige Begegnung mit der verlorengegangene Freundin mischte sich mit der Trauer über die verpasste Zeit und den ja jetzt schon wieder schnellen Abschied. Da hilft Bewegung ja bekanntlich am Besten und so habe ich ordentlich in die Pedale getreten und dabei den Gedanken und Tränen freien Lauf gelassen – einen Blick für die Umgebung hatte ich dabei nur wenig – war ja aber nicht schlimm, es ging eh die meiste Zeit durch Industriegelände oder große Straßen. Dann war auch noch eine nette steile Treppe im Weg und endlich war ich am anderen Ufer. Hier wurde es etwas besser, denn- es gab einen schönen Asphaltweg mit Bäumen direkt am Ufer.

Darüber gelangte ich schnell nach Neuwied. Hier erwartete mich im Marienhaus Klinikum St. Elisabeth Neuwied die Psychoonkologin Frau Ahmann zum Gespräch, später kam noch Frau Dr. Brathuhn von der Frauenselbsthilfe Krebs dazu. Wir sprachen lange über unsere Erfahrungen mit den Krebserkrankungen und natürlich insbesondere Brustkrebs. Die Mutmachpost wurde begeistert entgegen genommen und gleich heute Nachmittag beim Patientinnentreffen präsentiert.

Nach dem schönen Gespräch konnte ich mit neuen Gedanken die schöne Umgebung in den zu durchfahrenden Orten Ihrlich, Leutesdorf, und Rheinbrohl genießen. In Linz war sogar nun endlich auch ein richtiges italienisches Eis drin.

Dann war es auch nicht mehr weit zu meinem Hotel in Bad Honnef. Heute wohne ich direkt am Drachenfelsen – Tabaluga ist bestimmt gar nicht weit weg. Vorhin habe ich noch ein kurzes Gespräch mit der Redakteurin von Frau TV auf der Terrasse geführt, denn morgen wird die Radtour von hier bis Bonn vom Fernsehteam begleitet – ich bin schon total gespannt, wie das wohl wird und wann ich dann den restlichen Weg bis Köln morgen radeln kann.