Tour Fulda/Weser/Ostsee Tag 8 17.06.24

Upps – wenn man abends an der Ostsee sitzt, dann hat man fast schon vergessen was am Morgen so stattgefunden hat.

Selbstverständlich gibt es auch in so einer modernen Jugendherberge ein ordentliches Frühstück. Dann habe ich mir den Luxus gegönnt nur mit kleinem Gepäck zu den Kliniken zu fahren (Mutmachpost und Regensachen) und die großen Taschen später in der JH auf dem Weg zum Bahnhof wieder abzuholen. Das Fahren ist so dann schon fast wie Fliegen – somit war ich schon weit vor der Zeit an der ersten Station für heute -dem Klinikum Mitte. Empfangen wurde ich von der Case Managerin Frau Chilla – sie hat hier im Klinikum die Aufgabe die Frauen durch die Krebstherapie zu begleiten – genau die richtige Stelle, um AMSOB und unsere Angebote bekannt zu machen. Im Gespräch konnte ich das besondere Engagement im Sinne der von Krebs betroffenen Frauen spüren, wo immer der individuelle Therapieplan im Einvernehmen zwischen allen Beteiligten abgestimmt wird und das Wohl der Patientin im Mittelpunkt steht.

Der Weg zur nächsten Station war ein Katzensprung. Auch hier war die Breast Care Nurse der Station – Frau Mecklenborg – meine Gesprächspartnerin – unsere Informationen, Flyer und Mutmachpost wurden dankbar aufgenommen und mir wurde dringend empfohlen auch noch die Bremer Krebsgesellschaft zu besuchen – dafür war jedoch im heutigen Tagesprogramm leider keine Lücke mehr frei – das wird daher per Post nachgeholt.

Der Weg zur nächsten Station war dann doch schon etwas länger, durch Parks, Industriegelände und nette Wohnviertel. die Rad-Infrastruktur ist in Bremen super ausgebaut und so war ich auch am DIAKO überpünktlich zur Stelle.

Durch mein zeitiges Erscheinen habe ich mir gleich den Empfang bissel vermasselt, denn die BCN Frau Schuldt und Frau Janßen von der Öffentlichkeitsarbeit wollten mich eigentlich gebührend am Haupteingang begrüßen und ich saß schon drin. Dem Gespräch tat das natürlich keinen Abbruch, auch die Seelsorgerin Fra Sprenger kam noch dazu und so sind alle Informationen gesichert an der richtigen Stelle, wo den Frauen in der Akut-Therapie wirklich mit Herz und Fachkenntnis geholfen wird. Immer wieder sind die Breast Care Nurse die Engel der Stationen mit dem besonderen Herz und Engagement weit über die Dinge, die vielleicht im Arbeitsvertrag stehen hinaus – heute habe ich wieder mehrere dieser besonderen Menschen kennenlernen dürfen -ich wünsche allen Frauen in der Akuttherapie genau diese Ansprechpartnerinnen und den BCN wünsche ich eine Klinikleitung, die sie genau diese Arbeit machen lässt und ihnen dafür den Freiraum trotz Finanzschwierigkeiten schafft.

Einen dicken Geschenkebeutel durfte ich übrigens vom DIAKO auch in Empfang nehmen – echt nett.

Dann schnell zurück über die Hafenanlagen zur Jugendherberge, Gepäck aufgesattelt und zum Bahnhof. Es war voll, viele Züge waren total verspätet, meiner nach Hamburg zum Glück nicht – aber entspannt reisen geht anders. Auch den nächsten Zug nach Lübeck habe ich gut erreicht – der hatte dann allerdings Verspätung und so konnte ich erst 30 Minuten später den nächsten Zug nach Neustadt/Holstein erreichen – Radfahren macht extrem mehr Spaß als Zug fahren – echt.

Aber wenigstens hat die Ein- und Aussteigerei mit Hilfe freundlicher Menschen gut geklappt – Neustadt empfing mich mit Regen, die Freude an der Ostsee zu sein war trotzdem groß.

Heute gabs Buffett mit Allem was das Herz begehrt und der Spaziergang zum Strand mit Baden und Begrüßung der Möwen war selbstverständlich Pflicht.

Morgen früh gehts – wieder mit leichtem Gepäck – erstmal nach Grömitz zur Kurklinik und dann zurück und über Schaprode und den Timmendorfer Strand Richtung Lübeck.