Tour Fulda/Weser/Ostsee Tag 3 12.06.24
Heute wieder ein richtiger „Brustlos nicht Rad(t)los“-Tourtag – kurz vor Mittag wollte ich in Hameln in der Sana-Klinik sein. Ich war ziemlich frühzeitig schon fertig – es stellt sich eben die Routine ein. So saß ich halb neun schon im Sattel und nach Hameln waren es nur 25 km. Genug Zeit also um hin und wieder anzuhalten – zum Jacke anziehen (es gab nämlich wieder ordentlich Wind – natürlich von vorn, für Fotos und zum Trinken.






Allerlei Getier säumte den Weg und ach die Schafe trotzten munter der nach ihnen benannten Kälte. Um kurz nach Zahn hatte ich Hameln schon erreicht und so blieb genug Zeit für einen kleinen Stadtbummel – inklusive Besuch des Rattenfänger-Brunnens – Hameln ist wirklich ein sehenswertes Städtchen mit vielen verschiedenen schön restaurierten Fachwerkhäusern.












Zum Sana-Klinikum war es von der Altstadt aus nur ein Katzensprung und Frau Löcker – die Psychoonkologien des Brustzentrums hatte mir am Telefon auch schon verraten, dass ich den Eingang von der Stadtseite aus anfahren soll und mit dem Fahrrad in die Eingangshalle kommen darf, dort würden dann alle warten, Solche Informationen ersparen echt viel Zeit, da die Sucherei und das Abbauen der Taschen am Fahrrad entfällt.
Aber es kam noch besser, Dr. Noesselt – der Chefarzt der Frauenklinik und Leiter des Brustzentrums – kam mir bereits vor dem Eingang an den Treppen entgegen – was für ein Empfang.
Sofort entwickelte sich ein Gespräch über die Tour, das Radfahren und drin dann natürlich auch zu AMSOB und unserem Anliegen, dem Flach-Bleiben-Dürfen Raum zu geben. Inzwischen waren auch Frau Löcker, Frau Hodemann (die Seelsorgerin), Frau König von der Studienleitung und Frau Arnold von der U-Komm und die Reporterin der Lokalpresse dazu gekommen. Es war ein so reger Austausch, dass wir alle in der Eingangshalle standen und gar nicht merkten wie die Zeit verging. Neben den Aspekten der verschiedenen Behandlungsmethoden bei Mastektomie, wo hier im Zentrum gemeinsam mit den Frauen neben den medizinischen Notwendigkeiten immer um die persönlich passende Methode gerungen wird, ging es auch um die Chancen, die Sport und Bewegung nach Krebs bieten und wie Frau wieder auf den Pfad der Lebensfreude findet.
Die Mumachpost wurde dann auch noch dankbar entgegen genommen und für alle noch die Fotos gemacht, bevor sich Dr. Noesselt verabschiedete und ich von Frau Löcker und Frau Arnold noch zum Essen in der Cafeteria eingeladen wurde. Es war ein rundum gelungener Besuch dieser neuen Mutmachstation, die ich so beschenkt und beglückt erst nach 13 Uhr wieder verließ.

Die Strecke war danach wenig spektakulär, die größten Überraschungen bot das Wetter – von Sonne bis Hagel war alles dabei. Beim ersten Schauer fand ich noch einen Unterstand mit einer Wartegemeinschaft, beim Zweiten war ich ohne Dach über dem Kopf und das Anziehen der Regenkleidung entsprechend umständlich – dicht gehalten hat sie aber – ich war nur eben drunter schon vorher etwas nass geworden. Aber auch dieser Schauer legte sich wieder und so konnte ich mir in Rinteln ein Eis gönnen bis ich die letzten 10 km bis zu meinem heutigen Privatquartier in Angriff nahm.
Hier wurde ich inzwischen mit einem schönen Bett, Kaffee und Kuchen, Wäsche waschen, abendliches Grillen und interessanten Gesprächen über die privaten und natürlich auch die Themen unserer gemeinsamen beruflichen Branche verwöhnt und falle nun zufrieden ins Bett. Morgen wird ein ganz besonderer Tag beim Besuch der Klinik in Bad Oexen – lasst Euch überraschen.










Der Hagel hat sogar die Touraufzeichnung unterbrochen, so dass ich die am Rechner zusammenbauen musste.





