Tour Fulda/Weser/Ostsee Tag 10 19.6.24

Der Tag begann dank Renate mit meinem Lieblingsfrühstück – Porridge mit Ost und einen ordentlichen Kaffee dazu – was will man mehr. Die gewaschene Wäsche war so leidlich trocken, wettertechnisch sollte es ebenfalls trocken bleiben und so startete ich mutig wieder mit kurzer Hose – war wirklich mutig – es war viel kälter als gestern.

Dann muss ich eben ordentlich in die Pedale treten zum warm werden. Ging auch super – immer entlang des Bahndamms, dann über die Trave an der Eric Warburg Brücke und um die Altstadt drumrum zum Uniklinikum.

Wie fast immer war ich schon zeitiger da – muss aber auch sein – auf so einem riesigen Gelände benötigt es oft viel Zeit die richtige Stelle zu finden.

Heute hatte ich aber ein gutes Händchen und fand sogar noch ein sicheres Plätzchen in der Nähe des Brustzentrums. Vor der Tür treffe ich auch gleich auf Frau Petersen von den Lübecker Nachrichten und gemeinsam gehen wir rein. Dort werden wir schon von der Leiterin des Brustzentrums Frau Prof. Dr. Banys-Paluchowski und ihrem Team freudig in Empfang genommen und können das Gespräch bei Kuchen und Getränken im Pausenraum führen. Auch Frau Banys-Paluchowski gibt zu, dass sie immer dachte, den Frauen mit dem sofortigen Gespräch über eine mögliche Rekonstruktion zu helfen. Inzwischen sind aber auch die Frauen, die keinen Aufbau wünschen im Fokus, so dass Jede ihren ganz persönlich gewollten Weg mit Unterstützung des Brustzentrums gehen kann. Als das Gespräch auf die Leitlinien kam, nach denen die Ärzte behandeln sollen, konnte mir Frau Banys-Paluchowski mitteilen, dass in der jetzigen Überarbeitung die Beratung auch für die Möglichkeit der Mastektomie ohne Wiederaufbau mit Silikon oder Eigengewebe für die Ärzte verpflichtend enthalten sein wird – daran haben die AMSOB-Gründerinnen ihren Anteil und ein wichtiges Ziel des Vereins wird erreicht sein, wenn die neue Leitlinie nächstes Jahr erscheint – was für ein schöner Erfolg. Zum Foto kam fast die gesamte Mannschaft des Brustzentrums mit den für Brustkrebspatientinnen so wichtigen Herzkissen mit vor die Tür und der Klinikdirektor der Klinik für Frauenheilkunde Herr Prof. Dr. Rody gesellte sich auch noch dazu – ein schönes Bild.

Danach wurden noch ein paar extra Fotos für den Artikel in den Lübecker Nachrichten produziert und kurz vor elf war ich wieder auf der Strecke – noch rund 65 km bis Boltenhagen standen auf dem Plan.

Der Weg führte wunderhübsch durchs Hinterland, auch die Pause im Park in Schönberg war sehr idyllisch.

Noch etwas übers Land und dann endlich war ich wieder an der Ostsee auf dem richtigen Küstenradweg.

Links die Ostsee, rechts die Wälder und Felder und unter mir fester Sandweg – eine wahre Freude. Doch die währte leider nicht lange – Baustelle – Umleitung – na gut Komoot kennt die kürzeste Strecke zurück zum Küstenradweg – doch weit gefehlt – dort war immer noch gesperrt – der Weg wird neu gemacht und besteht derzeit nur aus losem tiefen Sand – das Ende der Sandstrecke war nicht zu sehen. Wenigstens war genau an dieser Stelle ein netter Imbiss, so dass der Ärger mit Fischbrötchen und Cola erfolgreich bekämpft werden konnte und der Weg auf der Komoot-Karte dann eben doch weiter übers Hinterland angepasst wurde.

Das Hinterland hat natürlich auch seine schönen Seiten – nur der Weg ist eben länger und wenn schon so fast 80 km auf dem Plan stehen, ist jeder Kilometer mehr schon anstrengend. Zurück auf dem Küstenradweg ging es ordentlich auf und ab – Schiebeeinheiten inklusive. Dann noch durch eine schöne Baumallee und Boltenhagen war endlich erreicht. Heute ist mal wieder Nobelhotel angesagt – nur fürs Fahrrad haben die keinen Nobelplatz -das muss draußen stehen – ich hoffe da steht es auch morgen früh noch.

Nach einer kurzen Erholungspause bin ich noch mal runter zum Strand und dann Essen im Bistro mit Fussball gucken. Morgen geht’s weiter über Wismar nach Kühlungsborn -hoffentlich ohne größere Umleitungen.

2 Kommentare
  1. Wolfgang Brassat sagte:

    Liebe Antje,

    was hast Du für eine super Kondition. Fast 90 km und das über „Stock und Stein“.
    Grossartig.

    Herzlichen Gruss

    Wolfgang

    • Markus Schröder sagte:

      Ich kann mich Wolfgang nur anschließen. Hut ab.

      Ich finde es echt klasse, wie du die Sache voran bringst. Und dann noch so schöne Ergebnisse wie im Uniklinikum in Lübeck.

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