Tour Fulda/Weser/Ostsee Tag 1 10.06.24
Die Anreise gestern von Berlin nach Kessel hat ganz gut geklappt und so konnte ich die heutige erste Etappe der „richtigen“ diesjährigen Radtour „Brustlos nicht rad(t)los“ ordentlich vorbereitet heute früh starten. Selbst wenn ich das ja nun schon mehrmals gemacht habe, braucht es immer ein paar Tage bis sich eine morgendliche Routine bis zum Sitzen im Sattel einstellt.
Das Frühstück in den altehrwürdigen Hotel war ordentlich, ich konnte das Fahrrad wieder aus der Kirche holen (der Kirchenraum wird nämlich quasi als Abstellkammer vom Hotel genutzt) und schon konnte es los gehen.
Mutmachstation 1 der diesjährigen Tour ist das St. Elisabeth Krankenhaus Kassel, was ich schon 30 min vor dem verabredeten Termin erreicht hatte. Es blieb also genug Zeit zum Fahrrad abstellen, Taschen abbauen und Ansprechpartner suchen. Hier hatte sich netter Weise die Unternehmenskommunikations-Abteilung des Krankenhauses darum gekümmert, dass der Termin stattfindet, also habe ich mich auch gleich da gemeldet.
Dann kam aber doch Frau Schwake, eine der Psychoonkologinnen des Brustzentrums hier, zuerst auf mich zu und wir haben uns bei einem leckeren Kaffee schon mal ins Gespräch begeben und waren schnell darin vertieft. So fiel gar nicht auf, dass sich das Team von der Zeitung Hessischen Niedersächsischen Allgemeinen (HNA) aufgrund der Parkplatzsuche etwas verspätete – da Lob ich mir doch das Fahrradfahren – eine Laterne zum Abstellen findet sich ja doch meistens schnell. Als dann die Reporterin Frau Weyh mit ihrem Kollegen und Frau Stadler von der U-Komm des Krankenhauses auch da waren, sind wir in den Beratungsraum umgezogen. Es entwickelte sich ein lockeres Gespräch zum Verein, unseren Angeboten, der Behandlung der Frauen hier am Brustzentrum immer gespickt durch die Nachfragen der Zeitungsleute – die Zeit verging so schnell, dass wir erst nach über einer Stunde zum Fotografieren raus gegangen sind und ich erst nach halb elf wieder im Sattel saß.




Ich bin gespannt, ob der Artikel morgen tatsächlich in der Online-Ausgabe der HNA Kassel erscheint und was von dem langen Gespräch dann so drin steht.
Ich war aber dann schon leicht unruhig, denn es standen noch über 70 km auf dem Plan und dafür war es schon ganz schön spät. Eigentlich wollte ich ja auch noch wie mit der Chefarztsekretärin des Klinikum Kassel vereinbart, die Mutmachpost für das Brustzentrum dort am Empfang abgeben (dort hatte heute niemand Zeit für mich), aber das muss nun die Deutsche Post übernehmen – den Umweg habe ich mir aus Zeitgründen dann doch erspart.
Mit vollem Elan trat ich in die Pedale, schön entlang an der Fulda um noch zur Mittagszeit in Hann. Münden am Weserstein anzukommen – hat geklappt – halb eins war ich am Stein – dem Beginn der Weser als Zusammenfluss der Fulda und Werra. Da gibt es natürlich ständig Radwanderer, die dort zum Fotografieren vorbei kommen und so habe ich auch ein nettes Paar gefunden, was ein Foto von mir gemacht hat und ich konnte mir die Selfie-Verrenkungen ersparen.
Kurz hatte ich die Idee von dort ein Stück mit dem Schiff zu fahren, aber das hatte sich schnell erledigt, das fuhr wegen Havarie gar nicht.









Nach einer kurzen Pause ging es weiter direkt durch Hann. Münden – schönes Städtchen – nun auf dem Weser-Radweg – das war aber zumindest auf der rechten Uferseite erstmal die Landstraße ohne extra Radstreifen. Später wurde es besser und der Weg war so wie ich ihn an den Flüssen mag – direkt am Ufer entlang und asphaltiert oder eben auch mal etwas abseits durch Wald und Feld – da trifft man immer viele Tiere – heute mal ein Pferd, was gerne ein Zebra ist.





So langsam meldete sich ein richtiges Hüngerchen und so gab es einen Stop in der Klostermühe des Kloster Bursfelde – war nett auf der überdachten Terrasse und sehr lecker. Die Überdachung war nun echt wichtig, denn es hatte angefangen zu regnen und so legte ich vor dem Aufbruch noch die komplette Regenkleidung an – war ne gute Idee, denn der Regen hörte über die letzten 25 km nicht mehr auf. Aber das ist ja eh mein Bestzeitenwetter bei 14 Grad und Regen, so dass ich mir ne weitere Pause sparen konnte und kurz vor fünf am Ziel in Bad Karlshafen angekommen bin.









Die Regensachen haben ihren Dienst bestens getan, die Ausgabe hat sich echt gelohnt. Inzwischen war ich auch unten in dem netten Lokal des Hessischen Hofs essen (Leber mit Zwiebel wie früher bei meiner Omi)) und jetzt kann der Tag austrudeln. Morgen gibt es kein Brustzentrum zu besuchen – Höxter hat keins mehr – somit ein Tag radeln als echter Urlauber.








Dann genieße mal deinen Tag als reine Urlauberin. Ohne Terminstress. Viel Spaß!