Etappe 9 Tangermünde Wittenberge

Ausgeschlafen hatte ich heute ja wie fast immer schon gegen sechs Uhr und so hatte ich genug Zeit nach einer Woche auf Achse noch vor dem Frühstück mal Alles zu sortieren. Der Mutmachpostbeutel ist ja schon ziemlich lehr – da ist nur noch die Post für Winsen drin – den Rest hat Annette schon in Hamburg. Somit liegen jetzt drei Tage ohne Besuch in einem Brustzentrum vor mir – ganz normaler Radurlaub also – fahren, schauen, Pause machen, essen, trinken, ankommen und genießen,

Das Frühstück gab es auf der Ecke gegenüber – es blieb kein Wunsch offen und wir konnten gut gestärkt los radeln – erst runter zum Hafen und dann oberhalb des Elbufers durch die Dörfer

Entlang des Weges waren viele schöne alte Gebäude und auch viele Störche zu entdecken. Die Route führte heute teilweise über die ganz normalen Straßen – mit entsprechend Verkehr und die Sonne brannte schon ordentlich.

Also brauchten wir schon bald die erste Pause. Viel Trinken war angesagt. Bei der Weiterfahrt wollte dann doch tatsächlich ein Schmetterling bei mir mitfahren.

Danach ging es in ähnlicher Form weiter – Blumen, Türme und Getier am Wegesrand. Am Büttnershof konnten wir dann keinesfalls vorbei fahren – bei diesen Temperaturen muss frau ja viel trinken.

Danach hatten wir die Hälfte der Wegstrecke – also ungefähr 37 km geschafft. Irgendwo hatten wir dann auch die Landesgrenze von Sachsen-Anhalt nach Brandenburg passiert. Die Kirche in Werben mit ihrem steilen Dach fanden wir so beeindruckend, dass wir sogar hinein gegangen sind. Die angezündeten Kerzen brennen nun als Dank für Alles was bisher auf dieser Reise so geschehen ist und in Gedanken für all Jene, denen es derzeit durch welche Umstände auch immer, nicht so gut geht.

Ab jetzt führte der Weg fast ausschließlich auf oder neben dem Damm Richtung Wittenberge. Das war teilweise doch recht öde bei der Gluthitze – entschädigt wurden wir mit schönen Blicken übers Elbland – mit viel Wasser, Pflanzen und Getier.

Das trinken durfte natürlich auch nicht zu kurz kommen und so folgte die nächste Pause in einer der Hütten am Wegesrand. Dann war irgendwann endlich die Eisenbahnbrücke nach Wittenberge zu sehen. Diese hat an der Seite noch einen kleinen Steg für Fußgänger und Radfahrer, den wir genutzt haben. Das hat ganz schön gewackelt und der Holzbelag w auch nicht der neuste.

Wir sind heil auf der anderen Seite angekommen und ich bin im Elberesort untergeschlüpft, wo wir jetzt auch noch ein leckeres Abendessen genossen haben. Morgen bin ich wieder alleine unterwegs und fahre auf der rechten Elbseite bis zum Dömitzer Hafen.

2 Kommentare
  1. Meike sagte:

    Liebe Antje,
    auch wenn ich es schon öfter gesagt habe: Ich bin schwer beeindruckt von deiner Idee, deiner Planung und nun von deiner Tour! (ohje… bei der Hitze….). Es ist einfach großartig, dass du persönlich mit den Mitarbeiter/innen in den Brustzentren in Kontakt trittst. Das wird die Beratung von Frauen zukünftig verbessern, auf jeden Fall.

    Nun fächere ich dir kühle Luft zu – hab es weiterhin gut, mit so tollen Begegnungen!
    Herzliche Grüße – auch an Annette, die ja wieder dazu kommt (klasse!)
    Meike

    • Antje Proft sagte:

      Liebe Meike, danke für Deine lieben Grüße. Ohne Deine Hilfe und die aller anderen aktiven Amsob-Frauen wäre die Fahrt so nicht möglich- also fahrt ihr alle bei jedem Kilometer mit egal ob real oder virtuell
      Liebe Grüße
      Antje

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