Etappe 2 Dresden – Klipphausen 20. Juni 22

Heute – endlich stand der Besuch der ersten Brustzentren an. Es haben ja tatsächlich fast alle von mir angeschriebenen Brustzentren zugesagt und ich darf vorbei kommen, um die Mutmachpost zu übergeben – da war die Neugier schon ziemlich groß, wie das an den einzelnen Stationen so wird.

Also sind wir pünktlich 10 Uhr los – erstmal Richtung Testcenter – wir wollen ja auf Nummer sicher gehen, dass wir nichts dort einschleppen, was Frau in der Akutsituation nun gewiss nicht auch noch braucht.

Das Testergebnis war negativ – wie positiv und so sind wir zur Uniklinik gefahren. Die Logistik eines solchen Besuches ist aber irgendwie gar nicht so einfach – richtigen Eingang finden , wohin mit dem Gepäck (am Rad lassen ist ja vielleicht zumindest in der Großstadt nicht immer die beste Idee), braucht man eine Covid-Zugangskontrolle, wo ist die richtige Station – das dauert schon seine Zeit – wir haben in der Uniklinik Alles gut gefunden, aufs Gebäck hat der Covid-Kontrolleur aufgepasst und so saßen wir pünktlich Frau Dominique Weise aus dem Sekretariat des Zentrums Familiärer Brust- und Eierstockkrebs gegenüber und konnten unsere Fragen stellen und die Mutmachpost übergeben – es wurde dankbar angenommen und es entspann sich ein aufgeschlossenes Gespräch – AMSOB war dort vorher nicht bekannt – jetzt ganz mit Sicherheit – Ziel erreicht – das Mutmachstation – Foto noch schnell geknipst und dann wieder raus – schließlich hatten wir noch einen weiteren Termin…

Alle Sachen schnell wieder ans Rad montiert – wir waren jetzt schon etwas spät dran, sind wir zum Brustzentrum des St. Josef-Stift gesaust. Als wir da in die Straße einbogen, wurde uns schon fröhlich zugewunken – da standen doch tatsächlich Frau OA Tränkner, die Breast Care Nurse Frau Hoffmann und Schwester Astrid inklusive der Vertreterin der Klinikpresse am Eingang, um uns zu empfangen – der Chef Dr. Gatzweiler wurde kurzerhand auch noch dazu geholt und so entspann sich ein überaus wohlwollender und ein für beide Seiten interessanter Austausch über das Thema Brustlosigkeit – zusammenfassend kann dies unter der Hauptaussage von Frau OA Tränkner „Bei uns bekommt JEDE Frau die Behandlung, die sie möchte“ gestellt werden – das kam wirklich auch für uns so rüber – hier wird die Patientin auf Augenhöhe behandelt und wenn es nötig ist, sogar mit ihr gemeinsam gegen starre Entscheidungen der Krankenkassen gekämpft. Fotografiert wurde viel -auch das Mutmachstation-Foto mit allen Beteiligten – nur eben mit dem Fotoapparat der Pressevertreterin und nicht mit unserem Handy – daher gibt es diese Fotos erst später.

Nach einer Pause im Großen Garten trennten sich dann die Wege von Annette und mir. Für Annette ging es wieder nach Hause nach Hamburg (nein nicht mit dem Fahrrad auf dem Elberadweg sondern mit dem Fahrrad im Zug) und mich führte der Weg mitten durch die Innenstadt wieder Richtung Elbe.

Inzwischen hatte ein leichter Landregen eingesetzt – zum Glück hatte ich mir im Großen Garten bereits die Regenjacke angezogen – und so trat ich unbeirrt in die Pedale vorbei am Ostrand-Gehege, durch Kaditz immer Richtung Radebeul.

Den Eingang zum Elblandklinikum habe ich mit Nachfragen gut gefunden, also Fahrrad anschließen (diesmal habe ich es riskiert das Gepäck am Fahrrad zu belassen), den Mutmachpost-Sack schnappen und zum Brustzentrum durchfitzen- hier wurde ich von zwei Schwestern Claudia nett empfangen und inklusive Führung über die schön gestaltete Station mit Ausstellung der Frauenselbsthilfe Gruppe Bad Belzig, Übergabe der Mutmachpost, Gedankenaustausch und Foto (dafür hat sich sogar der OA Caro als Fotograf zur Verfügung gestellt) war eine Dreiviertel Stunde vergangen wie im Flug.

Danach hieß es wieder raus in den Regen, inzwischen so stark, dass ich die Regenhose auch noch rausgesucht habe, und zurück zur Elbe. Die Fähre zur Überfahrt nach Klipphausen hatte ich dann ganz für mich alleine und so habe ich zwar pitschnass aber gut gelaunt das heutige Quartier Western Inn erreicht. Das Fahrrad schläft heute im Stall neben den Pferden und ich gehe jetzt ins Bett nachdem mich der obligatorische Burger ordentlich satt gemacht hat. Morgen gehts weiter – leider ohne Besuch eines Brustzentrums, da ich das in Riesa zu spät gefunden und kontaktiert habe – aber das ist ja dann wohl nur ein Grund für eine neue Wochenendradtour von Leipzig aus ;)