Etappe 13 Hamburg
Als Finale der Tour war heute noch die Fahrt zu einem Brustzentrum und zur Hamburger Krebsgesellschaft geplant. Über Nacht hatte es endlich angefangen zu regnen und es hörte natürlich auch am Morgen nicht auf – na gut, so konnten die mitgeschleppten Regenklamotten noch mal richtig zeigen was sie können.
Die erste Anlaufstelle war heute die Corona-Teststation auf der Reeperbahn in der Nähe der Davidwache – wer in eine Klinik hier rein will braucht ja richtiger Weise einen tagesaktuellen negativen Test. Da aber seit gestern die üblichen kostenfreien Tests nicht mehr zur Verfügung standen und sich das neue Reglement noch nicht eingespielt hat, sollte uns das einige Nerven kosten. Nicht nur, dass der Verantwortliche bei der Registrierung und fälschlicherweise in die 3€-Kosten-Kategorie einteilte, sondern auch der Bezahlvorgang in der App nicht funktionierte und wir so mehrmals den Anmeldeprozess durchlaufen mussten bis der richtige QR-Code erstellt war. Egal irgendwann waren wir fertig und dann ging es hinab zur Elbe. Wer so viele Tage an der Elbe entlang fährt, sie mehrfach auf Brücken und Fähren überquert und dann sogar noch drin rum schwimmt, muss auch noch unter ihr hindurch – also ab durch den alten Elbtunnel – ein schönes Erlebnis.
Danach schlängelte sich der Weg durch das Hafengelände, so nass wie es war, haben wir auf Fotos verzichtet und nach 15 km waren wir dann an der Helios Mariahilf Klinik angekommen. Was für ein grandioser Empfang hier – am Eingang applaudierten der Stationsleiter der Gynäkologie OA Kürschner, Oberärztin Dr. Kürschner, Schwester Kezi Türkmenel aus der gyn. Ambulanz und die akut erkrankte Patientin Frau Karpinski. Nach dem Ablegen der nassen Sachen wurden wir hinein gebeten und bei Kaffee und Brötchen hielt Herr Kürschner eine berührende Rede über die Tour, die Idee und die Umsetzung – eine höhere Wertschätzung zum Abschluss der Reise hätte ich mir gar nicht träumen lassen können und als er dann noch einen wunderhübschen Blumenstrauß überreichte, Muße ich mir doch glatt die Träne aus dem Knopfloch verdrücken. Unser Informationsmaterial wurde auch hier dankbar entgegengenommen und beiderseits als Anfang einer guten Zusammenarbeit gesehen. Das Foto durfte selbstverständlich auch nicht fehlen.









Der Rückweg war etwas entspannter, wenn auch nicht komplett trocken, aber in Annettes Wohnung konnten wir uns ja noch mal „trockenlegen“ bevor wir nachmittags zur Krebsgesellschaft fahren wollten.









Nach einer kurzen Pause machten wir uns auf zur Hamburger Krebsgesellschaft nur 5 km entfernt durch das Stadtgetümmel von Hamburg. Dort wurden wir von der Leiterin Frau Holz und der Pressereferentin Frau Hoffmeister empfangen, die noch in der Endphase der Vorbereitungen für das gleich beginnende Sommerfest steckten. Zum Glück für Alle hörte es nun auch auf zu regnen und als das Fest begann kam sogar die Sonne als Gast vorbei. In den Räumen dort hängen die Bilder von Annettes Ausstellung zu ihrem Umgang mit dem Krebs und so passte der Abschluss der Tour ganz genau zu diesem Ort.
Nach offiziell per Komoot-App gezählten 798 km ist die erste Brustlos nicht Rad(t)los – Tour vorbei. Für ein Resümee brauche ich erstmal noch etwas Abstand – zu beeindruckend waren die Erlebnisse der letzten beiden Wochen. Es folgen zwei sicher sehr schöne Tage mit meinen beiden Töchtern hier in Hamburg – ein gewisser Herr Potter wird auch eine Rolle spielen – und dann hat mich der nicht weniger geliebte Alltag wieder.
Hier sage ich erstmal ganz allgemein ein FETTES DANKE an alle Mitwirkenden und real und virtuell Dabeigewesenen- es war mir ein riesiges Vergnügen.












