Etappe 11 – Dömitz Lauenburg

Heute standen mehr als 75 km auf dem Plan. Im ca. 20 km entfernten Hitzacker war dabei für 11 Uhr ein Treffen mit Frau Witte von der Elbe-Jeetzel-Zeitung vereinbart. Mit Pausen plane ich eine Geschwindigkeit von 10 km/h ein und so bin ich nach einem leckeren Frühstück auf der Terrasse des Hotels um 9 Uhr los. Gleich wieder am Deich entlang und dann über die Brücke auf die linke Seite der Elbe. Da ich früh noch keine Pause brauchte war ich schon eher in Hitzacker und konnte mir noch einen Eindruck von diesem hübschem Ort verschaffen und Bargeld nachtanken. Dann war Frau Witte auch schon da und wir haben bei Eis und Milchshake ein ausführliches Gespräch über meine Reise, das Thema Brustlodsigkeit und das Selbstverständnis von Frauen geführt. Ich bin schon sehr gespannt auf den Artikel, den sie schreibt. Dann hat sich mich noch zum Fähranleger begleitet, die gewollten Fotos geschossen und schon war ich auf der Fahrt wieder zur anderen Elbseite hinüber.

Dann waren noch mehr als 50 km zu fahren, immer am Deich entlang, mal oben mal daneben. Ich teile mir die Strecke dann immer in kleine Abschnitte ein, damit der Weg nicht zu lang wird. Viele schöne Pausenplätze gab es aber heute nicht so. Die nächste Pause habe ich am Tisch von einem noch geschlossenen Café gemacht und die übernächste im Gras an einem Aussichtsturm. Ich glaube dort habe ich sogar kurz geschlafen. Als dann drei andere Radler auch dort Pause machen wollten bin ich weiter. Die Elbe war in dieser Gegend die Grenze zwischen der DDR und der BRD und so stehen hier noch viele Grenztürme – als Erinnerung an die Zeit, wo hier keine fröhlichen Radreisen in In Boitzenburg musste man einen Umweg am Hafen fahren und dann ging es ordentlich den Berg hoch (da musste ich sogar mal schieben). Aber die Richtung stimmte schon mal – ich war auf der Hamburger Straße ;).

Die restlichen 10 km bin ich dann nur noch gefahren, weitgehend ohne Fotos zu machen. Ich wollte einfach nur ankommen. Somit gibt es die Fotos von den schönen Häusern hier erst morgen bei der Weiterfahrt. Da wird mich Annette wieder begleiten, die inzwischen auch hier eingetroffen ist und wir konnten ein gemütliches Abendbrot im Hotelgarten genießen. Dabei gab es natürlich viel zu erzählen über die Erlebnisse der letzten Tage. Morgen fahren wir über das Brustzentrum Winsen bis rein nach Hamburg, wo wir vom Mammazentrum Jerusalem empfangen werden. Dann ist die Reise schon fast u Ende – das fühlt sich gerade echt unwirklich an.