Etappe 1 – Bad Schandau – Dresden 19. Juni 2022

Pass gut auf Dich auf…

Das ist mit Abstand der am häufigsten genannte Satz der Menschen, die mir gute Wünsche für die Reise mit auf den Weg gegeben haben – und zwar unabhängig voneinander – teilweise kennen die sich gar nicht – und jetzt Rätsel ich schon ein paar Tage rum, wieso gerade dieser Wunsch von so vielen Menschen kommt – ich riskiere doch gar nicht Kopf und Kragen – ich fahre doch nur Fahrrad und das auch noch in Deutschland – mir ist jedenfalls überhaupt nicht klar, was da gravierend schreckliches passieren sollte – aber ich werde es ja erleben…

Heute jedenfalls sind Annette und ich nach einer erholsamen Nacht und einem köstlichen Frühstück vom Erbgericht in Bad Schandau gestartet – halt stimmt gar nicht – zuerst haben wir noch eine gemütliche Fotoaktion im Strandkorb und dann mit Hilfe einer lustigen Dresdner Bikergruppe gleich noch mal eine vor dem Hotel gemacht. Dann erst sind wir Richtung Bahnhof und weiter Richtung Königstein gefahren – bei bestem Sonnenwetter natürlich..

Unterhalb der Festung führte der Weg weiter nach Rathen – bei den Temperaturen musste hier die erste Trinkpause sein und gleich auch die erste Fährüberfahrt – da kann man gut verschnaufen und ich konnte auch gleich noch eine ordentliche Wanderberatung zum Besten geben und einem Paar aus Australien den Aufstieg über die Schwedenlöcher zur Bastei empfehlen – wurde dankbar angenommen.

Wir sind unterhalb der Bastei weiter geradelt über Wehlen nach Pirna. Danach hatte ich auf der Karte eine Kiesgrube als Badesee ausgemacht und so verließen wir den gut ausgebauten Radweg. Jetzt wurde es abenteuerlich- der Weg immer schmaler – aber es waren genug Leute unterwegs mit Badeutensilien – also konnten wir nicht falsch sein – als der See schon zu sehen war mit seinen vielen badewütigen Gästen standen wir noch vor einem kurzen sehr abschüssigen und rutschigen Wegstück – aber auch das haben wir in Teamarbeit mit einem anderen Radfahrerpärchen ohne Schaden (also aufgepasst ;) ) bewältigt.

Am See haben wir dann an einem schattigen Plätzchen gute zwei Stunden Pause gemacht – konnten wir uns ja heute leisten – ist unsere Einfahr-Etappe ohne Termin in einem Brustzentrum und auch „nur“ knapp 50 km lang – nur die 36°C im Schatten hatten wir ganz so nicht bestellt – da hat es das Universum mal wieder etwas zu gut gemeint.

In Birkwitz sind wir dann mit der Fähre wieder auf die andere Elbseite und dort dann immer Richtung Dresden geradelt. Als erstes Wahrzeichen kam der Fernsehturm in Sicht und dann gleich noch das Blaue Wunder – das musste mit einem zukünftigen Radler am Imbiss gleich gefeiert werden.

Dem Ziel so nah, wurde es durch den heißen Gegenwind noch mal richtig anstrengend, aber wir rollten unaufhörlich auf Dresden zu. Bei der nächsten Fährüberfahrt bot sich schon fast der Canaletto-Blich auf Dresden und so war auch unser Hotelschiff nicht mehr weit – hier war auch schon der rote Teppich für uns ausgerollt ;)

Nachdem wir uns mit Hilfe von Getränken und Dusche erfrischt hatten, sind wir noch mal in die Dresdner Neustadt getigert, haben köstlich gegessen und ruhen uns nun aus für den morgigen Tag.

Morgen geht die Mission dann richtig los. Die Brustzentren der Uniklinik und im St. Joseph-Stift besuchen wir gemeinsam, bevor Annette den Zug Richtung Hamburg nimmt und ich noch nach Radebeul zu den Elblandkliniken fahre – bin echt gespannt auf die Begegnungen.

2 Kommentare
  1. Maria Heiner sagte:

    Wir finden es ganz toll was Du da unternimmst. Dies alles zu planen, zu organisieren und natürlich auch durchzuführen – einfach spitzenmäßig! Wir wünschen Dir viel Erfolg und auch nette Begegnungen unterwegs und in den Anlaufstellen.

  2. Markus sagte:

    Liebe Antje,
    „Pass‘ auf dich auf“ hat schon meine Mutter vor Reisen zu mir gesagt.
    Das nachgeschobene „… und benimm dich“ hatte ich mir bei unser beider letztem Treffen dann aber verkniffen. 😂
    Also alles gut!
    Fahrt vorsichtig und….
    Das ist echt klasse, was du/ihr da macht! Viel Erfolg!

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