Etappe 5 Donautour Erbach – Dillingen 25.08.23

So zeitig war ich heute früh ganz alleine im Frühstücksraum – da ging es natürlich schnell und so konnte ich schon kurz vor 8 Uhr starten – ca. 15 km bis nach Ulm zur ersten Station heute – ich hatte mich für 9:30 Uhr angemeldet.

Nach dem Regen gestern war es schön kühl und so konnte ich schön schnell der Sonne entgegen rollen. Bald tauchte am Horizont die Silhouette des Ulmer Münster auf und schon ging’s rein durchs Stadttor – viel Muße zum Betrachten der schönen Gebäude hatte ich nicht – ich wollte ja zur Uniklinik …und bei deren Adresse stecht MichelsBERG dahinter …war ja klar – also hoch hinauf – das letzte Stück mal wieder im Schiebemodus…

Das Brustzentrum hatte ich schnell gefunden und nach einer kurzen Wartezeit kam mir die Breast Care Nurse Andrea Krenss freudig entgegen und empfing mich mit lieben Worten. Die Oberärztin Dr. Leinest nahm sich ebenfalls die Zeit für ein Gespräch – die Mutmachpost wurde dankbar angenommen und nun in die Beratung der Frauen integriert. Das Foto durfte natürlich auch nicht fehlen.

Wenn man oben auf dem Berg ist, kann man dann umso schneller runter fahren – das ist gegenüber der Fortbewegung zu Fuß ein echter Radfahr-Vorteil, den ich sehr genieße. Auf dem Weg runter durch den Park konnte man die Stadtgärtner dabei beobachten, wie sie die umgefallenen Bäume vom gestrigen Gewitter beiseite räumten.

Nun also rüber nach Neu-Ulm – die Brücke über die Donau markiert hier nicht nur die Grenze zwischen den beiden Orten, sondern auch zwischen Baden-Württemberg und Bayern – ist also auch ein bissel ne Geographie- Bildungsreise.

Auf das Gespräch in der Donauklinik Neu-Ulm hatte ich mich schon besonders gefreut, denn Oberärztin Dr. Gossmann hatte schon in der Antwort auf meine Besuchsanfrage geschrieben, dass wir von AMSOB mit unserem Anliegen bei Ihr offene Türen einrennen…. Und so war es dann auch – wir führten ein wirklich langes Gespräch über die verschiedenen Wünsche der verschiedenen Frauen, die persönlichen Meinungen der Operateure und das Ringen um die beste Lösung. Wertvoll war dabei auch die Sichtweise der ebenfalls am Gespräch teilnehmenden Breast Care Nurse Sabine Mühlmann und das Vertrauen, welches der Chefarzt Dr. Reich dem Team der Senologie im Umgang mit diesem Thema schenkt. Hier sind Frauen, welche nach der Mastektomie flach bleiben wollen, wirklich in guten Händen.

Die Mutmach-Stationen des heutigen Tages waren geschafft und es standen noch etwas mehr als 50 km auf dem Plan. Irgendwann musste es dann natürlich bei so vielen Regenvorhersagen auch mal regnen – aber Sturm und Gewitter gab es nicht und so rollte ich mit meinem Fahrrad fast immer direkt am Donauufer lang und erfreute mich an der Landschaft – andere Radfahrer waren kaum zu sehen – die vielbeschriebene Überfüllung des Donauradweges ist zumindest auf diesem Streckenabschnitt definitiv nicht vorhanden. In Günzburg war ungefähr die Hälfte der ausstehenden Strecke geschafft und so gönnte ich mir ein „richtiges“ Mittagessen.

Nach dem Essen fuhr es sich unverändert so weiter – am Ufer der Donau entlang oder durch den angrenzenden Wald nahezu alleine und weitgehend ohne Regen. Noch eine kurze Trinkpause in Lauingen (endlich bin auch ich im Bilde wo genau die Sto-Verotec-Platten hergestellt werden) und schon war Dillingen erreicht. Hier gibt es ein Franziskanerinnen-Kloster und folgerichtig lief mir als Erstes eine Nonne über den Weg mit der ich ein sachkundiges Gespräch über die Flußradwege in Deutschland – sie war sie nämlich in ihrer Jugend alle selbst gefahren – jetzt nehme ich auch die besten Wünsche dieser heiligen Dame mit auf den Weg – also kann nichts mehr schief gehen.

Nach einem kurzen Spaziergang durch die Straßen dieser Stadt – natürlich am Kloster vorbei, ist jetzt Ausruhen angesagt – morgen sind wieder 70 km auf dem Plan und da will ich ausgeruht sein.