Donautour Etappe 7 – Neuburg – Ingolstadt 27.08.23

Es gibt Tage, die sind so unglaublich, dass Du Dir sich gar nicht so ausdenken kannst.

Na gut, zuerst waren mal 26 km im Dauerregen von Neuburg nach Ingolstadt zu fahren – das möchte man sich nicht zwingend ausdenken – aber was soll‘s schon meine Halbmarathontrainer hat gesagt, 14 Grad und Regenwetter ist Bestzeitenwetter und so war es auch – ohne ausgiebiges Bestaunen der Umgebung bin ich die abgehandelt und war schon kurz nach 12 Uhr im Hotel. Das frühere Einchecken hatte ich schon per Mail geklärt – freundlicher Weise sogar ganz ohne Aufpreis.

So hatte ich noch genug Zeit zum „Trockenlegen“ bis zu meiner heutigen Verabredung. Martina von der Selbsthilfegruppe Ingolstadt Süd hatte mich nämlich angeschrieben, ob wir uns, wenn ich in der Stadt bin treffen könne – was für ein Glück – aber eigentlich war es auch logisch und vom Universum ganz bestimmt so gewollt, denn das Maskottchen der Gruppe ist: EIN MARIENKÄFER

Das konnte also nur gut gehen mit mir als gelerntem Glückskäfer.

Und so trafen sich sechs Frauen aus der Gruppe extra wegen mir – Marianne als ausgesprochene Expertin der historischen Gegebenheiten vor Ort übernahm die Stadtführung – Altes Rathaus, Neues Rathaus, Stadttheater, Schloss mit Schlosshof – dann waren die Beine erstmal müde und wir setzten uns in ein Café.

Bei Kaffe und Kuchen kamen wir schnell ins quatschen über die erlebten Geschichten und dem Umgang damit – natürlich hatte ich auch die Mutmachpost und unsere chicen neuen Tattoos dabei.

Mit Recht blies Marianne zum Aufbruch, denn ein Prunkstück von Ingolstadt – die Asamkirche „Maria de Victoria“ macht um fünf zu – also sind wir im Marschschritt dahin…und was soll ich sagen – das hat sich sowas von gelohnt – wir bekamen vom Mitarbeiter dort sogar eine ganz ausführliche Beschreibung des beeindruckenden Deckengemäldes und der übrigen Schätze – da hat er sogar fast seinen Feierabend vergessen.

Das war ja aber noch nicht alles – es fehlte ja noch das Münster. Erstmal schon durch seine Dimension ein beeindruckendes Bauwerk und Marianne wusste natürlich zu jedem Ausstellungsstück etwas zu erzählen – unglaublich.

Dann setzten wir uns noch direkt neben meinem Hotel zum Italiener und neben dem leckeren essen gab es absolut zu Herzen gehende Gespräche mit größter Offenheit und einander Verstehens – was für ein unglaubliches Geschenk. – heute früh haben wir uns noch nicht mal persönlich gekannt – Danke für diesen Tag – der Dauerregen hatte keine Chance den Tag zu bestimmen bei so viel Herzenswärme.

Morgen früh gehts zur Klinik und Krebsgesellschaft hier in Ingolstadt und dann nach Kehlheim – mal schauen wie viel Wasser da auf dem Weg wartet.