Donautour Etappe 13 Engelhartszell Untermühl 02.09.23
Bissel gespannt war ich ja schon wie so ein Urlaubstag alleine auf dem Rad ganz ohne „Mission“ sein würde: Kann ich das überhaupt genießen? Werde ich eher traurig? Wird´s voll heute? Komoot hatte ein ordentliches Auf und Ab prophezeit mit insgesamt mehr als 400 Höhenmetern.
Beim ersten Blick aus dem Fenster konnte man vor lauter Nebel die Donau fast nicht sehen. Also erstmal frühstücken – ganz liebevoll vorbereitet von der Wirtin mit allem Drum und Dran. Beim Start dann zwei Stunden später war die Sonne schon voll da und es war richtig warm – Regenklamotten und Jacke konnten gleich in der Tasche bleiben. Da bin ich gleich mal noch schnell rüber zur Stiftskirche und habe mich drinnen bei der Obrigkeit bedankt ;)






Aus dem Ort hinaus ging es tatsächlich im angekündigten Auf und Ab – aber die Anstiege waren so schön sanft und lang gezogen, dass ich das das gut treten konnte.
Statt der sonst üblichen Christusfiguren an Wegesrand überraschte mich ein recht witziges modernes Abbild, welches ich noch nicht zuordnen konnte. Aber kurze Zeit später lüftete sich das Rätsel – DIE RÖMER – haben Befestigungsanlagen gebaut und hier gesiedelt – das wird jetzt ordentlich vermarktet auf der Strecke – auch bei der Pause an der Schlögener Schlinge waren sie überall zu sehen.






Von der Schlögener Schlinge sollten es noch 10 km im bisher vorherrschenden Auf und Ab bis zur Fähre sein – aber weit gefehlt – der Weg war platt wie eine Flunder und so war ich in Null Komma Nix an der Fähre – das hat richtig Laune gemacht.



An der Fährstation war ein riesiger Trubel – lauter Radgruppen die alle da rüber wollten. Da bin ich gleich mal auf den danebenliegenden Biergarten ausgewichen – das war ne echt gute Idee, nicht nur, dass das Essen lecker war, es gab auch überaus nette Gesprächspartner, erst zwei per Rad und Schiff reisende Paare aus Sachsen (hier klärte sich auch der Trubel – deren Schiff lag nämlich in Untermühl und alle sollten 14 Uhr wieder an Bord sein und das geht nur mit Hilfe dieser Fähre richtig gut – und dann noch ein 80zig jähriger Mopedfahrer vom Chiemsee mit einer riesigen BMW – da war das Politikgespräch mit der aktuellen Lage in Bayern gar nicht zu vermeiden. Die Zeit verging wie im Fluge, der Trubel wurde etwas weniger und so bin ich dann zusammen mit einer englischen Radfahrer-Truppe mit der Fähre auf die andere Seite.



Auch hier hatte Komoot wieder ein Auf und Ab der 10 km Längen Strecke bis zu meinem Hotel in Untermühl angedroht – aber weit gefehlt – ebener Asphaltweg durch das wunderschöner Tal. Die Wikinger waren auch auf dem Wasser – ob die die Römer gesucht haben, kann ich nicht sagen – laut war es jedenfalls auf diesem Partyschiff.
Schon bald war Schloss Neuhaus und „mein“ Hotel Ernst zu sehen – das Schiff der Radreisegruppen lag übrigens noch vor Anker – und ich konnte einchecken – heute im Zimmer mit Balkon!









Der Tag war natürlich noch viel zum jung, um sich zur Ruhe zu setzen und so bin ich nach dem Duschen noch mal auf Entdeckungstour gegangen und habe den Aufstieg zum Kettenturm mit einer grandiosen Aussicht über die Donau und das Tal gefunden – mir gleich tat es eine Australierin, welche mit ihren beiden Schwestern hier radreisend unterwegs ist und so ergab sich auch hier noch ein nettes Gespräch. Jetzt bin ich satt und zufrieden, der Gesprächsbedarf ist gedeckt und ich freue mich auf die Tour in mein morgiges Privatquartier bei Nadja von der Selbsthilfegruppe Linz und die Begegnungen, die dort auf mich warten.












Liebe Antje, ich habe die Erfahrung gemacht, wenn du mit dem Rad unterwegs bist, findest du immer Gesprächspartner und es wird auch in den Themen nie langweilig. Das ist das spannende daran. Du hast tapfer bei Regen durchgehalten, Hut ab! Viel Spaß und besseres Wetter wünscht Dir Beate