Donautour Etappe 12 Windorf – Engelhartszell 01.09.23
Der Blick aus dem Fenster heute früh war etwas ernüchternd – Regen – der Blick in die App verriet aber – das wird vormittags aufhören. Nachdem Frühstück hatte es aber noch nicht aufgehört und auch nach dem telefonieren nicht.
Na gut – über WhatsApp wurden mir trockene Füße gewünscht – damit das passt, habe ich dann mal lieber doch die Regenstulpen angezogen. So konnte ich unbekümmert durch die Pfützen düsen – immer direkt am Ufer der Donau. Was doch ein um wenige cm verringerter Pegel ausmacht – das Wasser war zwar manchmal ziemlich nah, aber der Radweg komplett befahrbar.



Die Sache mit den freilaufenden Hühnern nehmen die hier wirklich ganz genau – die waren wieder wirklich frei – diesmal konnte ich vorschriftsmäßig links überholen….so manch anderes Getier kreuzte auch meinen Weg – nur bei den besonders langsamen Exemplaren war ich mit dem Foto schnell genug zur Stelle.


Dann tauchte Passau am gegenüberliegenden Ufer auf – also rüber über die Brücke und drin war ich im Stadtverkehr.



Natürlich liegt das Passauer Klinikum auch auf dem Berg – also war wieder mal Schieben angesagt. Trotz Schieben und Baustelle erreichte ich den Haupteingang pünktlich. Ich hatte mich mit Stefanie Schreder verabredet – einer freien Journalistin, die einen Artikel für die PNP schreiben möchte über meinen Besuch. Wir haben uns auch gleich gefunden und konnten uns so zusammen auf die Suche nach der richtigen Station machen. Dort wurden wir von Oberärztin Agnieska Nolte im Brustzentrum empfangen und auf die Station geführt. Die Breast Caren Nurse Christine Krenn kam trotz ihres freien Tages ebenfalls zum Gespräch dazu. Durch die geschickten journalistischen Fragestellungen von Stefanie wurde es ein abwechslungsreicher und sehr detaillierter Austausch über die Therapien am hiesigen Brustzentrum und die Hilfe bei der Entscheidungsfindung für die betroffenen Frauen – die obligatorischen Fotos wurden natürlich auch gemacht.

Danach sind wir über den immer noch etwas verschlammten Inn-Radweg in die Innenstadt gefahren, um uns mit Frau Oswald von der Beratungsstelle Passau der Bayrischen Krebsgesellschaft zu treffen – die Termin hatte sich erst ganz kurzfristig durch die Vermittlung über die von mir besuchte Beratungsstelle in Ingolstadt ergeben. Was für ein Glück – das war ein würdiger Abschluss der offiziellen Donautour „Brustlos nicht Rad(t)los“ – wir wurden mit Getränken und selbstgebackenen Keksen empfangen und konnten uns lange und tiefgründig über die Themen rund um eine Mastektomie und dem individuellen Umgang damit austauschen.
Nach dem offiziellen Foto der Mutmachstation und einem schnellen Selfie von uns, haben wir uns verabschiedet und…



…dann war ich wieder allein mit mir und den vielen Eindrücken. Ab jetzt wird die Tour bis Wien geplant eine nahezu reine Urlaubstour – einfach Radeln und genießen. Unterbrochen wird das Ganze als Highlight von einem Treffen mit der Selbsthilfegruppe Linz am Sonntag und einem Besuch im Kepler Uniklinikum Linz am Montag früh.
Ich verspüre eine große Dankbarkeit, gegenüber Allen, die mir geholfen haben, diese Tour in dieser Art und Weise durchführen zu können und natürlich gegenüber allen Menschen, die mich so liebevoll empfangen haben und die die mir auf den vielen verschiedenen Kanälen folgen – die Begegnungen, Gespräche und daumendrückenden Nachrichten waren eine große Bereicherung- das will in den nächsten Tagen erstmal verdaut und sortiert werden – aber erstmal ein DICKES DANKE.
Nach einem kurzen Trip durch Passau bin ich schnell dem Trubel entronnen und habe mir den Zusammenfluss des Inn mit der Donau lieber vom anderen Ufer aus angeschaut. Da alle Fähren nach dem Hochwasser wieder im Einsatz waren, bin ich auf der flacheren Nordseite den Radweg bis Obernzell gefahren und habe dann ans andere Ufer über gesetzt.






…und schwups war ich in Österreich – die Donau ist hier der Grenzfluss – somit sind alle Donauradwegkilometer in Deutschland absolviert – jetzt bin ich gespannt aufs Nachbarland.






Auch am Südufer führt der Radweg unmittelbar hier unmittelbar an der Donau entlang – vorbei an der Staustufe Jochstein war mein heutiger Etappenort Engelhartszell bald erreicht, am Ufer kann man auch hier noch die Überbleibsel des Hochwassers sehen – besonders viel angeschwemmtes Holz.



Da bis zum Eincheck-Zeitpunkt in meinem heutigen Quartier „Haus Donaublick“ noch etwas Zeit war, habe ich noch einen Abstecher zum Kloster Stift Engelszell gemacht und mir mein Abendessen besorgt.

Im Quartier wurde ich von äußerst liebenswerten Gastgebern empfangen und genieße nun den Abend mit einem super Ausblick.








